Akin Ogurol im Interview mit Startup-Valley

immorow für die Immobilienwirtschaft von morgen digitalisiert Verträge

Stellen Sie sich und das Startup immorow doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Akin Ogurol. Ich bin Bremer, Herzblutgründer und ständig auf der Suche nach Innovationen in der Finanztechnologie. Als gelernter Versicherungskaufmann habe ich unter anderem für ein globales Insurance Unternehmen  gearbeitet sowie bei einem namhaften Vergleichsportal Erfahrungen gesammelt. Mein PropTech bündelt meine Kompetenzen: immorow digitalisiert bestehende Verträge und vergleicht für Hausverwaltungen und Immobilienbesitzer entsprechende Angebote aus den Sparten Strom, Gas, Versicherungen und  Telekommunikation. Hierfür verhandelt unser Expertenteam direkt mit den Gesellschaften Rahmenverträge aus und kauft Energie von der EEX, der deutschen Börse für Strom und Gas. Damit senken wir Nebenkosten um bis zu 40 Prozent. Alle Verträge digitalisieren wir zeitgemäß und stellen unseren Kunden eine Übersicht im Dashboard zur Verfügung.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Durch jahrelange Erfahrung mit Banken, Versicherungen und Vergleichsportalen habe ich den Wandel erkannt und Potential gesehen, das in der Immobilienwirtschaft nicht ausgeschöpft wird. Zumindest nicht im Bereich Versicherungen und Energie. Gerade Verträge zu digitalisieren, die haptisch sonst einen massiven bürokratischen Aufwand bedeuten, entlastet Verwalter und spart ihnen, den Hausbesitzern und den Mietern unnötige Ausgaben und Arbeit. Mein Start-up ist das Startsignal für die Immobilienbranche, auf die Digitalisierung aufzuspringen und agiler zu werden. 

Welche Vision steckt hinter immorow?

Der Hauptaspekt liegt in der Auffrischung des konventionellen Marktes. Wir wollen effizientere Betriebskostenabrechnungen so entwickeln, dass deren Optimierung und Verwaltung in Sekundenbruchteilen möglich ist. Den Immobilienverwaltern und Eigentümern sparen wir 25 Prozent der Arbeitszeit und einige Nerven dank unserem schnellen Schadenservice. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Ich habe bereits vor einigen Jahren mein erstes Start-up, die Einfachsparen24 GmbH, gegründet. Aus dessen Cashflow konnten wir uns finanzieren. Da mein Entwicklerteam und ich Informatikerfahrung haben, waren wir in der Lage, komplexe Technologien zu nutzen und Schnittstellen aus eigener Kraft zu bauen. Allein dieser Faktor sparte der gesamten Unternehmung viel Geld. 

Durch mein Netzwerk und Mindset war der Start nicht schwierig. Von vielen Kontakten aus meiner vorherigen Karrierelaufbahn profitieren wir heute. Einfachsparen lief komplett investorenfrei, für immorow suchen wir einen strategischen Partner und Investor, um schnell zu skalieren. 

Wer ist die Zielgruppe von immorow?

Alle, die viele Verträge und Versicherungen im Immobilienbereich zu managen haben: Hausverwalter, Bauträger, Privateigentümer. Auch Franchise-Unternehmen und Ketten wie Hotels ziehen einen Nutzen aus unserer Software und Dienstleistung. 

Wie funktioniert immorow? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die PropTech-Szene ist überhäuft von Content-Management-Systematiken, die Kommunikation zwischen Verwaltern und Eigentümern vereinfachen sollen. Im Bereich der Versicherung und Bank sowie Energie sind es vereinzelte Makler oder Unternehmen, die noch viele andere Produkte anbieten und sich nicht auf die Immobilienwirtschaft fokussieren. Nach unserer Kenntnis sind wir mit immorow einzigartig und konkurrenzlos auf dem Markt. 

immorow, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich sehe viele zufriedene Kunden, die uns eine Gesamtersparnis im 7-stelligen Bereich zu verdanken haben. Wir wollen mit unserer IT und Dienstleistung, die zu 100 Prozent serviceorientiert ist, unverzichtbar werden. Und das schaffen wir, da unser Fokus nicht im Sales-Bereich liegt.

Langfristig ist es unser Ziel, ein eigener Bank-, Versicherungs- und Energieversorger zu werden, um nicht nur Prozesse zu optimieren, sondern auch Vermögen zu verwalten und Versicherungsdienstleistungen schnell zur Abrechnung zu bringen. Dazu gehört, unsere Energie selbst ökologisch zu produzieren und den zu betreuenden Einheiten maßgeschneiderte Versorgungsmöglichkeiten anzubieten. Dazu wollen wir eigene Mitarbeiter, wie Handwerker, Hausmeister, Reinigungskräfte und Gutachter, einstellen und somit neue Arbeitsplätze schaffen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

 1. Proof of concept. Wenn man an eine Idee glaubt, sollte man solange daran arbeiten, bis ein Optimalprodukt entstanden ist und man reif und erfahren genug ist, um weiter zu denken und Gelder einzusammeln.

2. Nicht jedem x-beliebigen Verkaufstrainer die Taschen füllen. Es kursiert ein Trend, bei dem getarnte ,,Großunternehmer’’ oder ,,Verkaufstrainer’’ Abonnements verkaufen, die auf Selbstdarstellung beruhen, jedoch keinen guten Inhalt liefern. Mein Tipp ist es, den eigenen Gedankengang umzusetzen und das Geld lieber in Selbstbildung und das Lernen aus Fehlern zu investieren. 

3. Jede Gründung fängt bei null an. Ein gutes Netzwerk kann dich und dein Produkt schnell auf höhere Stufen bringen. Deshalb ist der Besuch von Messen, Netzwerktreffen und die Beteiligung an Verbandsarbeit nie verkehrt.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Akin Ogurol für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Quelle: https://www.startupvalley.news/de/immorow-immobilienwirtschaft/

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